Das Sprachcamp an der Concordiaschule

Sprachförderung, Theaterpädagogik und Prävention in einem Projekt

Was machst du eigentlich in den Ferien?“ ist die Frage, die Schulkindern in den Sommerferien wohl am häufigsten gestellt wird. 20 Kinder aus dem zweiten und dritten Jahrgang der Concordiaschule hatten in diesem Jahr eine gute Antwort darauf. Sie nahmen in den letzten beiden Wochen der Sommerferien am Sprachcamp teil, in dessen Verlauf abwechslungsreich und spielerisch ihre sprachlichen Fähigkeiten gefördert wurden. Gefördert durch die Stadt Oberhausen und der AWO hat das Sprachcamp Tradition in Oberhausen - es findet bereits seit elf Jahren an wechselnden Grundschulen statt.

Um gute Voraussetzungen für den Tag zu schaffen, startete der Morgen mit einem gemeinsamen gesunden Frühstück. Anschließend ging es in den Förderunterricht. Hier unterstützte die Sprachförderkraft Katharina Sievers mit spezifischen Übungen das Sprachverständnis und die Ausdrucksweise der Kinder. Nach einer Bewegungspause begann die theaterpädagogische Einheit. Dabei erarbeiteten eine Regisseurin und eine professionelle Schauspielerin gemeinsam mit den kleinen Teilnehmern ein Bühnenstück. Die Kinder lernten selbstbewusst aufzutreten, laut und deutlich zu sprechen und sich in unangenehmen Situationen deutlich abzugrenzen. In Kleingruppen stellten die kleinen Schauspieler Bühnenbild, Requisiten und Kostüme selbst her.

Das Stück basierte auf dem Kinderbuch „Das große und das kleine Nein“ von Gisela Braun und Dorothee Wolters und hat präventiven Charakter: Es geht um Selbstbestimmung und Abgrenzung und ermutigt Kinder in unangenehmen und bedrohlichen Situationen laut und deutlich "NEIN!" zu sagen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten sich die Kinder frei auf dem Pausenhof bewegen oder an kreativen Angeboten teilnehmen. Ein Höhepunkt des Sprachcamps war sicherlich der Ausflug in die „Bauernhof-Erlebnisoase-Irrland“ in Kevelaer, wo zahlreiche Attraktionen auf die Kinder warteten und sie einen schönen Tag bei bestem Wetter verlebten.

Zum Ende des Camps fand die große Abschlussaufführung des Stückes statt. Dabei verwandelte sich die Turnhalle in ein buntes Theater, dessen Wände mit zahlreichen Lernplakaten und lebensgroßen Körperschemen der Kinder gestaltet waren. Zu der Vorstellung erschienen Familie, LehrerInnen und FreundInnen der Kinder, sodass sie sich vor einem großen Publikum präsentieren konnten. Die kleinen Schauspieler kannten ihre Einsätze und spielten ihre Rollen lebendig und anschaulich. Sie machten ihre Sache sehr gut und hatten allen Grund stolz auf sich zu sein. Auch das Publikum hatte seine Freude und so gab es hinterher viel positive Resonanz.

Die Kinder, die während des Sprachcamps durch besondere Leistungen oder Hilfsbereitschaft aufgefallen waren, bekamen eine Urkunde verliehen.

Im Anschluss an die Aufführung gab es für alle leckeren Kuchen in der Mensa. Mit einem Austausch über die zahlreichen spannenden Erlebnisse der vergangenen beiden Wochen klang der Tag aus.

Auch die Presse war vor Ort und zeigte sich sehr angetan – es gab einen großen Artikel mit Foto in der WAZ und in der Online-Ausgabe der NRZ.

 

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